Nuridə Gadirova studierte von 1982 bis 1985 in Baku an der Hochschule für Kultur und Sozialpädagogik. Anschließend studierte sie von 1985 bis 1989 an der „Universität für Kultur und Kunst“ in Baku und schloss dieses Studium mit dem Diplom als Kulturwissenschaftlerin ab. 2001 wurde sie an der Universität für Kultur und Kunst in Moskau im Fach Pädagogik promoviert.

Sie schrieb früh Gedichte. 1983 gewann sie einen Grand Prix zum 850. Jubiläum von Nizami Gencevi (1141–1209) sowie 1985 den ersten Preis in einem Lesewettbewerb mit Werken des Dichters S. Vurgun. Ihre offene und freiheitliche Orientierung mit feministischen und erotischen Gedichten sowie gesellschaftskritischen Kommentaren führten zu einem Publikationsverbot in der hierarchischen Gesellschaft Aserbaidschans. Unter dem Pseudonym Atəşi (die „Feurige“) veröffentlichte sie Texte und Gedichte.

Bedeutend sind für ihr Schaffen die Lage der Frauen in Aserbaidschan, die strenge patriarchalische Herrschafts- und Machtorientierung, der Mangel an individueller Freiheit sowie der Konflikt um Bergkarabach.

Sie schreibt, dichtet, forscht und übersetzt. Ihre Arbeiten sind in aserbaidschanischer, deutscher, englischer, persischer, russischer und türkischer Sprache erschienen. Nuridə Atəşi bekam für ihre Werke anderem wurde den höchsten literarischen Medienpreis Aserbaidschans, die „Goldene Feder“ verliehen. Sie hat bisher 18 Bücher veröffentlicht. Mehrere ihrer Gedichte wurden in die deutschsprachige Anthologie „Prosa und Lyrik unserer Zeit“ (erschienen im Karin Fischer Verlag) aufgenommen. Ihre Werke wurden von der Leipziger Nationalbibliothek katalogisiert. Nuridə Atəşi leitet als Vorsitzende des Instituts für Kaukasus-Forschungen, zunächst unter dem Namen Gencevi-Institut für aserbaidschanische Kultur in Deutschland. Seit 2011 ist Sie Mitglied des internationalen Schriftstellervereins