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Seit 20 Jahren erforsche ich die Kulturgeschichte des Kaukasus. Daraus resultierte mein Drang, mich der Forschung zur ArchĂ€ologie des SĂŒdkaukasus in der spĂ€ten Bronze – und frĂŒhen Eisenzeit zu widmen. Diesem gehe ich nunmehr seit zehn Jahren mit Leidenschaft nach.

Bei meinen Forschungen in den Museen in Aserbaidschan, Georgien, Dagestan, Tschetschenien, Inguschetien und Nord Osetien stellte ich ganz schnell fest, dass die meisten Kollektionen von Funden aus dieser Periode gar nicht im dem originÀren Kulturraum sind.

Meine weiteren Recherchen fĂŒhrten mich nach Russland, Deuschland, Österreich und in die französischen Museen, womit fĂŒr mich eine herausfordernde Aufgabe begann: Die Geschichte der ArchĂ€ologie im Kaukasus zu erforschen. Ich verglich die bisherige Geschichtsschreibung von 185 Jahren, in Deutschland, Russland und Aserbaidschan zur spĂ€ten Bronze – und frĂŒhen Eisenzeit des SĂŒdkaukasus.

Die Ergebnisse waren unfassbar. Es existiert eine historische Periode, die spĂ€te Bronze – und frĂŒhe Eisenzeit im Kaukasus und hierzu existieren mindestens drei verschiedene Geschichtsschreibungen. Wie finden eine, die von deutschen Autoren stammt, eine weitere, die Wissenschaftler geprĂ€gt von der Sowjetideologie schrieben und jene, die nationalaserbaidschanische Historiker verfassten. Mögliche weitere Varianten der Geschichtsschreibung französischen, englischen und armenischen Ursprungs habe ich noch nicht begutachten können.

Die Spuren der kaukasischen Kollektionen fĂŒhrten mich nach Moskau ins Staatliche Historische Museum, zur Eremitage, in deutsche, österreichische und französische Museen. Auch hier erwarteten mich Überraschungen, die weitere Forschungen nach sich zogen.

Die KulturgĂŒter des Kaukasus sind verstreut, zersplittert auf russische und europĂ€ische Museen. Als ein Beispiel nenne ich hier die Funde des Redkin Lages, einer alten Siedlung, die im heutigen Armenien liegt. Die Funde dieser archĂ€ologischen FundstĂ€tte sind heute in den Museen Moskaus, Berlins, St Petersburgs sowie Paris zu finden. Sie befinden sich dort und sind bis heute fast gĂ€nzlich unerforscht.

Ich musste erbittert feststellen, dass durch dieser Zersplitterung des kaukasischen Erbes bis heute die Geschichte der spĂ€ten Bronze – und frĂŒhen Eisenzeit im Kaukasus nicht richtig erforschen werden konnte. Noch bedauerlicher ist, dass eine prĂ€chtige Kultur, die zu dieser Zeit in dem geographisch weitlĂ€ufigen Gebiet des Kaukasus verbreitet war, nĂ€mlich die „Chodschali Gedebey Kultur“, bis heute darauf warten muss, erforscht zu werden.

Der Kaukasus, der seit der FrĂŒhzeit eine wichtige Rolle in der Geschichte Russlands, Zentralasiens, Irans und Kleinasiens gespielt hat soll nicht weiter als eine große LĂŒcke in der Erforschung der Geschichte behandelt werden.

Ich stehe gerade noch vor großen Schwierigkeiten bei diesem Thema in der Endphase meiner Habilitation in meinem Heimatland. DafĂŒr habe ich einen internationales Projekt entwickelt und die zustĂ€ndigen Stellen etabliert. Es erscheint mir noch schwierig und ich weiß, dass ich noch viel Kraft und Ausdauer benötige werde. Aber ich weiß, es gibt Menschen, die mich dabei stĂ€rken und unterstĂŒtzen werden.

Und ich bin mir gewiss: Nie aufgeben!….

Eure Nourida Ateshi